Routenplaner und Navigation
Viele Autokäufer verzichten bewusst auf ein festes Navigationssystem beim Autokauf. Die Gründe liegen auf der Hand, denn oftmals sind die festeingebauten Herstellernavigationssysteme mit weniger Funktionen ausgerüstet, als ein kleines Mobiles. Beim Kauf ist meist nur eine Karte für Deutschland im Lieferumfang erhalten, die volle Europaversion kostet soviel wie ein Komplettpaket für ein mobiles Navigationssystem. Die Anschaffungskosten gehen in die Tausende, nicht selten zahlt man mit Karten und Zubehör einen Aufpreis von über 3000 Euro.
Vielen ist das, verständlicher Weise, zu viel. Der zweite Aspekt ist die Nutzungshäufigkeit des Geräts. Wer zu 95% in bekannten Kreisen unterwegs ist, der wird das Navigationsgerät nur selten benutzen. Menschen die viel unterwegs sind, und das in allen Teilen Europas, denen ist ein festes Navigationssystem zu empfehlen.
In Zeiten von immer weiter entwickelter Technik verfügen heute bereits viele Handys mit entsprechender Handy Software über einen Routenplaner.
Auch ohne Navigationssystem ist man heute gut versorgt seine richtige Route zu finden. Im Internet finden sich zahlreiche Routenplaner die einem kostenfrei zur Verfügung stehen. Die Route wird zielgenau über eine Adresseingabe geplant, Sonderziele wie Sehenswürdigkeiten, Hotels oder Restaurants sind auch ohne Adresse wählbar. Bei der Routenplanung kann der Anwender mehrere Attribute eingeben.
Er kann seine individuelle Fahrgeschwindigkeit wählen, Zwischenstopps einplanen, die Art der Route wählen und mautpflichtige Straßen oder Fähren ausklammern. Bei der Art der Route kann man drei unterschiedliche Profile wählen: kurz, schnell und umweltfreundlich. Wer zum Beispiel eine schöne Tour an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei unternehmen möchte, der kann auch schon vorab die Autobahn ausklammern oder die Autobahn nur bis zu einem bestimmten Punkt benutzen. Wenn man sich ein wenig mit dem Onlineroutenplaner anfreundet, dann kann man wirklich seine individuelle Route mit allen Wünschen realisieren.
Der Routenplaner gibt als Ergebnis eine detaillierte Wegbeschreibung aus. Wer zu Beginn den Kilometerzähler des Autos auf null setzt, der wird eine zielgeführte Route genießen. Des Weiteren gibt’s eine Übersichtskarte und besonders nützliche Informationen für den Zielort. Für gelegentliche Touren und Fahrten ist solch ein Routenplaner absolut ausreichend.
Allerdings empfiehlt es sich, zusätzlich eine Straßenkarte und ein Stadtplan im Auto liegen zu haben. Es kann bei Staus oder Umleitungen nämlich sonst schnell zum Routenverlust kommen. Ein Stadtplan sollte sowieso immer dabei sein, denn im deutschen Großstadtdschungel ist eine Übersicht per Karte oftmals hilfreicher, als eine Wegbeschreibung. Das liegt daran, dass es möglich ist mit einem Stadtplan den genauen Standort zu bestimmen. Eine Wegbeschreibung und eine Übersichtskarte lässt keine Bestimmung abseits der Route zu. Bei Fahrten in Ballungsgebieten empfiehlt sich also eine Kombination aus Routenplaner und Stadtplan.
Navigationssysteme spielen hier nun ihre vollen Vorteile aus, denn die meisten verfügen über das so genannte TMC System. Mit diesem System wird eine dynamische Route ermöglicht, das Navigationssystem empfängt Verkehrsinformationen und leitet den Fahrer am Hindernis vorbei. Bei Staus wird so Zeit gespart und bei Umleitungen wird schnell der richtige Weg gefunden. Wenn man doch mal zu früh oder zu spät abbiegt, dann berechnet das Navigationssystem blitzschnell die neue Route. So kann man wieder schnell Kurs aufnehmen. Im Stadtverkehr kann man sich auf den Verkehr konzentrieren und bekommt genau gesagt wo man abbiegen muss oder welcher Fahrstreifen zu bevorzugen ist. Die Zieleingabe in das Gerät ist je nach Modell und Fahrzeughersteller unterschiedlich. Bei einer umständlichen Zieleingabe wird die Benutzung schnell lästig. Eine Bedienung im laufenden Verkehr ist zwar möglich und nicht verboten, jedoch erfordert es große Aufmerksamkeit vom Fahrer. Deshalb sollte bei der Bedienung auf der Autobahn unbedingt angehalten werden oder im Stadtverkehr stehen geblieben werden. Ein lesen des ausgedruckten Routenplaners ist allerdings ebenfalls nur sicher mit einem Beifahrer oder bei Stillstand.
Wie Sie sich auch entscheiden mögen, beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Für regelmäßige Autofahrten eignet sich ein günstiges mobiles Navigationsgerät. Dieses vereint den Routenplaner mit allen Vorteilen eines festen Navigationsgerätes zum vielfach geringeren Preis. Bei den mobilen Navigationsgeräten ist es ebenfalls möglich, das Gerät in andere Fahrzeuge mit zunehmen. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass das Navigationssystem entsprechendes Zubehör wie Halter und Ladegerät hat. Ebenfalls wichtig ist, dass die Karten vollständig sind. Im Nachhinein sind die Karten oftmals teuerer, als ein komplettes Set vorneweg.
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